Skip to main content

Bali

Bali liegt im Westen Indonesiens. Die Insel umfasst 5.600 Quadratkilometer und liegt nur wenige Kilometer östlich von Java. Im bergigen Zentrum gibt es üppige Wälder und kristallklare Seen, welche die wunderschönen, weißen Strände ergänzen. Bali ist auch bekannt als „Insel der Tausend Tempel“ oder das „Land der Götter“, und es verzaubert mit der natürlichen Schönheit von beeindruckenden Vulkanen und weiten Reisfeldern, die Ruhe und Gelassenheit ausstrahlen. Das Urlaubsparadies begeistert mit seinen kunstvoll geformten Tempeln, dramatischen Tänzen, farbenfrohen Zeremonien und dem Kunsthandwerk. Es ist auch bekannt für luxuriöse Strandresorts und ein lebendiges Nachtleben. Bali bietet eine unverwechselbare kulturelle Melange mit Einflüssen aus China, Indien und dem Hinduismus. Es ist seit den 1930er Jahren, als die Schönheit des Inselparadieses durch die Berichte der Anthropologin Margaret Mead romantisiert wurde, ein populäres Urlaubsziel. 2017 erhielt Bali den „TripAdvisor Traveller’s Choice Award“ und wurde damit zum ersten Mal als beliebtestes Reiseziel der Welt ausgewählt.

Bali

Bali ©iStockphoto/ganjawomen

Das Wetter auf Bali

Bali liegt etwa 8 Grad südlich des Äquators. Daher kann man das ganze Jahr über ein feuchtwarmes, tropisches Klima mit zwei Hauptjahreszeiten erwarten: die Trocken- und die Regenzeit. Balis zentralgelegene Vulkane sind teils über 3.000 Meter hoch. Dort sind die Temperaturen deutlich kühler und es regnet häufiger als in den Küstengebieten.

Was macht Bali besonders?

Um zu erkennen, warum dieses magische Archipel bei Reisenden aus aller Welt so viel Begeisterung auslöst, muss man sich die einzigartigen Eigenschaften dieses indonesischen Eilands ansehen. Bali verkörpert das ultimative, vergessene Paradies in mehr als einer Hinsicht. Es ist das abgelegene Land voller Exotik, Farben und unberührter Natur. Hier sind die überzeugendsten Gründe, dieses tropische Paradies im Indischen Ozean zu besuchen:

Menschen und Kultur

Die Balinesen sind ein Mischvolk aus Chinesen, Indern, Arabern und anderen Volksgruppen. Jahrhunderte später erkennt man Balis Ureinwohner an einer golden-bronzefarbener Haut, langen, glänzend-schwarzen Haaren, entwaffnendem Charme und mystischem Lächeln, während sie glücklich Teil einer reichen und dynamischen Kultur sind. Einige Dörfer beschränken die Verbindungen mit Außenstehenden, was zu einem Volk und einer Kultur führt, welche die Balinesen Bali Aga (Altes Bali) nennen, und was einen Einblick in die Kultur Balis der Vergangenheit gewährt. Die Einwohner Balis scheuen die Einsamkeit, denn die balinesische Gesellschaft ist sehr gemeinschaftsorientiert. Das kann man sogar bei kleinen Kindern beobachten. Wenn ihre Eltern auf den Reisfeldern arbeiten, kümmern sich die älteren Geschwister um die jüngeren. Streit kommt selten vor – Schreien oder Weinen sind noch seltener.
Auf Bali gibt es einen einzigartigen Brauch zur Namensgebung. Jedes erste Kind wird Wayan genannt, das zweite Made, das dritte heißt Nyoman und das vierte (oder letzte) Ketut – mehr als vier Kinder sind selten. Religion ist in der balinesischen Kultur ein integraler Bestandteil. Auf Bali identifizieren sich 83 % als Hindu. Der auf Bali bekannte und praktizierte Hinduismus unterscheidet sich jedoch deutlich von dem Indiens. Anstelle von Mystik oder Philosophie liegt der Schwerpunkt des Hinduismus auf Bali eher auf Ritualen, die es ermöglichen, die Religion und ihre Praxis in das tägliche Leben der balinesischen Bauern einzubeziehen. Diese Rituale sind im Leben der Balinesen so verwoben, dass die Religion nicht vom Alltag wegzudenken ist.

Natur und Strände

Bali ist ein Paradies für Naturliebhaber. Die Provinz Bali besteht aus einer Handvoll kleinerer Inseln vor der Südostküste der Hauptinsel. Nusa Penida, Nusa Lembongan und Nusa Ceningan bilden eine kleine Inselgruppe, die mit dem Boot nur 20 bis 30 Minuten von Sanur entfernt liegt. Tropische, grüne Wälder bedecken den größten Teil Balis und erstrecken sich auf viele Regionen, einschließlich Bergen und Küsten. Ubud Monkey Forest ist die Heimat der grauen Langschwanz-Makaken. Im Herzen von Bali überragen Berge und Vulkane die Landschaft. Der wichtigste und höchste davon, Gunung Agung (ein aktiver Vulkan, der von den Einheimischen „Mutter Tempel‘ genannt wird) wird als der heiligste Ort angesehen. Der große Batur-See liegt am Fuße des Berges. Die Flora auf Bali spiegelt einen einzigartigen tropischen Reichtum wider. Der botanische Garten, Kebun Raya, bewahrt Balis natürliche Umgebung mit mehr als 2000 Pflanzenarten. Die meisten Wasserfälle liegen tief in den Wäldern – manchmal sind sie nur nach einem langen Trekking erreichbar.

Das am besten zugängliche Naturwunder auf Bali sind die herrlichen Strände, welche rings um die Insel liegen. Ob zum Surfen, Tauchen, Sonnenbaden, Fotografieren des unglaublichen Sonnenuntergangs oder einfach nur zum Schwimmen, Balis Strände bieten alles. Uluwatu ist ein Paradies mit goldfarbenen Sandstränden, einzigartigen Felsformationen und exotischen Klippen. Die Strände Balangan, Padang Padang und Blue Point sind auf der Wunschliste eines jeden Besuchers. Der Strand Amed in Karangasem ist eine Oase für all diejenigen, die gerne Schnorcheln und Tauchen. Lovina bietet einen wunderschönen Blick auf die natürlichen Lebensräume der Delfine.

Tempel und Kunsthandwerk

Jede Handlung der Balinesen hat einen religiösen Hintergrund – Stein- und Holzschnitzereien, Feuerbestattungen, Trance-Tänze, folkloristische Musik – alles soll die Götter und die Göttinnen ehren. Diese Rituale finden meistens in einem Tempel statt, dem Zentrum der balinesischen Kultur. Es stehen wahrscheinlich mehr Tempel als Häuser auf der Insel – viele davon sind eigentlich Schreine. Die Anzahl der religiösen Stätten dürfte jedoch 10.000 erreichen. Sie überall auf der Insel zu finden. Die sonst besinnlichen Orte verwandeln sich in Plätze mit großer Aktivität während der Festivals oder Tempeljubiläen. Bei solchen Veranstaltungen finden oft traditionelle Tanzaufführungen, Hahnenkämpfe und sogar Glücksspiele statt. Tempel können entweder den Bergen, dem Meer oder dem Sonnenaufgang im Osten zugewandt sein.

Jeder der Tempel Balis ist einzigartig und oft kunstvoll von Handwerkern errichtet oder verziert. Die balinesische Kunst selbst stammt aus der hindu-javanischen Kultur und entwickelte sich aus der Arbeit der Kunsthandwerker des Majapahit-Königreichs. Balinesen haben ein natürliches Talent, verschiedene kulturelle Elemente zu absorbieren, um sie dann mit ihren eigenen zu mischen. Die Einflüsse sind Indisch, Hindu, Chinesisch, Buddhistisch, Javanisch und seit kurzem auch aus der westlichen Welt. Künstler und Handwerker arbeiteten seit Jahrhunderten unter der Gunst von Mönchen und herrschenden Klassen und dekorierten Tempel und Paläste. In der Regel lebten sie in sogenannten Handwerkerdörfern zusammen. Ubud und die benachbarten Dörfer sind ein Zentrum der balinesischen Kunst und sind alle auf verschiedene Kunstformen spezialisiert. Ubud und Batuan sind bekannt für ihre schönen Gemälde, Batubulan für seine Steinmetzarbeiten, Celuk für seine wundervollen Gold- und Silberschmiede und Mas ist berühmt für seine Holzschnitzereien.

Essen und Unterkunft

Die Einwohner Balis glauben, dass ihre Gottheiten weltliche Freuden genauso sehr schätzen wie die Normalsterblichen. Nicht nur daher prägen Feste zu jedem Anlass den Alltag. Tänze, Musik und Aufführungen werden dargeboten. Die Balinesen praktizieren ihre Kreativität auch beim Zubereiten des Essens und den Gaben bei den Festlichkeiten. Sonst essen Balinesen in der Regel drei Mahlzeiten. Das Mittagessen ist die Hauptmahlzeit, während das Frühstück einfach eine Tasse Kaffee und ein Teller mit Nasi Goreng oder gebratenem Reis sein kann. Das Mittagessen ist das schwerste Gericht mit Reis, begleitet von einer Reihe von Hauptgerichten, die normalerweise aus einem Fleisch- oder Fischgericht, Gemüse und einer Suppe bestehen. Das Abendessen ist eine kleinere Version des Mittagessens. Desserts zum Mittag- und Abendessen können variieren je nach Jahreszeit. Es können verschiedene Früchten oder speziell zubereitete Desserts wie Pisang Goreng (frittierte Bananen) oder Tape (fermentierter Klebreis) sein.

Für westliche Küche oder „Fusion Food“ sind Balis Hotels empfehlenswert. Die Hotels, Villen und Pensionen der Insel bieten unglaublichen Komfort zu angenehmen Preisen. Von günstigen Pensionen bis hin zu Fünf-Sterne-Luxushotels hat Bali Angebote für jeden Geldbeutel. Selbst Rucksacktouristen werden von den sauberen, gemütlichen Zimmern überrascht sein, die auch bei knappem Budget zur Verfügung stehen. Da es für Reisende einfach und bequem geworden ist, Zimmer online zu buchen, verbringen viele Besucher nicht mehr 2 Wochen am gleichen Ort. Sie verbringen zwischen drei und fünf Tagen an einem Ort und wechseln dann zu einem anderen. Dies ist absolut sinnvoll, da die Insel klein und übersichtlich ist.

Wissenswertes und Interessantes

– Das Eis ist staatlich reguliert. Es ist nicht nötig, seine Getränke ohne Eis zu bestellen – das Eis auf Bali wird von der lokalen Regierung kontrolliert – das Leitungswasser jedoch nicht. Reisende können ihre Wasserflasche bei den teilnehmenden Betrieben von Refill Bali günstig oder sogar kostenlos wieder auffüllen.
– Essen auf dem Teller lassen – wenn man bei einer lokalen Familie eingeladen wird, ist die Tisch-Etikette durchaus anders. Gäste sitzen auf dem Boden und essen mit ihren Händen und sollten dabei auch nur die rechte Hand benutzen. Zum Schluss sollte man dann ein wenig Essen auf dem Teller zurücklassen, um zu signalisieren, dass man fertig ist.
– Affen haben schlechte Manieren. Nicht nur im Monkey Forest werden oft Handys von Makaken gestohlen – es kann überall mit diesen frechen, haarigen Strolchen passieren. Ermutigt durch Reisende, die sie füttern und Selfies schießen wollen, versuchen die Äffchen auf Bali, Taschen, Hüte, Sonnenbrillen oder auch Essen zu ergattern.
– Bali hat Unmengen von Spas. Auf der Insel gibt es rund 1.200 dieser Wellness-Tempel. Die traditionelle balinesische Massage ist natürlich ein Muss. Die Massagetechnik wird von chinesischen und indischen Traditionen beeinflusst.
– Böse Geister sind nicht erwünscht. Spirits sind angeblich überall auf Bali – es gibt unzählige Praktiken, um die böse Variante in Schach zu halten. Das „Aling Aling“ am Eingang soll böse Geister fernhalten. Tägliche Opfergaben von Weihrauch und in Bananenblätter eingewickeltem Essen werden zurückgelassen, um die Geister zu beschwichtigen.
– Der Flughafen wird an einem Tag im Jahr geschlossen. Nyepi, ein hinduistischer Feiertag, der hauptsächlich auf Bali stattfindet, lässt die gesamte Insel verstummen. Geschäfte und sogar der Flughafen schließen an diesem Tag ihre Pforten. Dieser „Tag des Schweigens“ wird als eine Gelegenheit zur Selbstreflexion betrachtet, und das korrekte Begehen des Tages wird von lokalen Sicherheitskräften (Pecalang) durchgesetzt. Strände und Straßen sind für alle geschlossen – auch für Touristen.
– Ubud ist ein Paradies für Veganer. Dieses malerische Dorf im Zentrum von Bali ist ein beliebtes Ziel für Gesundheitsbewusste. Vegetarische, vegane und Rohkost-Cafés und Restaurants sind reichlich vorhanden – mit Schwerpunkt auf lokal angebautem Bio-Obst und Gemüse.

Top Artikel in Asien